Micha Becker

Ratgeber · Stand September 2026

Was kostet eine Website für einen Betrieb?

Die häufigste Frage im ersten Gespräch – und die ehrlichste Antwort ist: Es kommt darauf an. Hier steht, worauf genau, damit Sie Angebote vergleichen können, bevor Sie unterschreiben.

Die drei Wege zur Website

Typische Kosten im Vergleich (Richtwerte, ohne Gewähr)
WegEinmaligLaufendPasst, wenn …
Baukasten (z. B. Wix, Jimdo)0 € plus eigene Zeitca. 10–40 € / MonatSie Zeit und Freude an Gestaltung haben
Einzelunternehmer / Freelancerca. 500–2.000 €Domain, Hosting, Pflege nach BedarfSie eine klare, kleine Website wollen und einen festen Ansprechpartner
Agenturca. 2.000–4.000 € und mehroft WartungsvertragSie viele Unterseiten, Shop oder Kampagnen brauchen

Die Preise für Profis stammen aus einer Stichprobe öffentlich genannter Festpreise von Anbietern in Darmstadt und Umgebung (September 2026): Sie reichten von rund 500 € bis knapp 4.000 €, teils zuzüglich Umsatzsteuer. Baukasten-Preise laut Anbieterseiten, sie ändern sich häufig.

Was den Preis treibt

  • Umfang: Eine Seite mit fünf Bereichen ist etwas anderes als zwölf Unterseiten.
  • Texte und Fotos: Liefern Sie sie, oder muss jemand sie schreiben oder fotografieren?
  • Funktionen: Kontaktformular ist Standard. Online-Terminbuchung, Shop, mehrere Sprachen oder ein Bereich zum Selbstpflegen kosten mehr.
  • Gestaltung: Angepasste Vorlage oder eigenes Design?
  • Korrekturrunden: Wie oft darf nachgebessert werden, ohne dass es teurer wird?

Laufende Kosten – oft vergessen

  • Domain (Ihre Adresse, z. B. ihr-betrieb.de): meist rund 1 € im Monat.
  • Hosting (der Speicherplatz im Netz): für eine kleine Seite oft einige Euro im Monat, häufig zusammen mit E-Mail-Postfächern.
  • Pflege: neue Öffnungszeiten, Fotos, Urlaubshinweis – nach Aufwand oder als monatliche Pauschale.
  • Technik-Updates: Bei Systemen wie WordPress fallen regelmäßige Updates an. Eine schlanke Website ohne Baukasten braucht deutlich weniger Wartung.

Versteckte Kosten, auf die Sie achten sollten

  • Impressum und Datenschutz sind Pflicht – manche Angebote berechnen sie extra.
  • „Netto“: Viele Preise gelten zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Für Betriebe mit Vorsteuerabzug ist das egal, für alle anderen macht es rund ein Fünftel aus.
  • Bilder: Fotos aus dem Netz sind fast nie frei nutzbar. Abmahnungen wegen Bildrechten sind teuer.
  • Vertragslaufzeiten: Monatliche Komplettpakete klingen günstig, laufen aber teils 24 Monate und länger – und oft gehört Ihnen die Website danach nicht.

8 Fragen an jeden Anbieter

  1. Ist das ein Festpreis – und ist die Umsatzsteuer enthalten?
  2. Wie viele Korrekturrunden sind dabei?
  3. Sind Impressum und Datenschutzerklärung eingebaut?
  4. Auf wessen Namen läuft die Domain? (Richtig: auf Ihren.)
  5. Bekomme ich die Website-Dateien, wenn ich später wechseln will?
  6. Was kosten Domain und Hosting im Jahr?
  7. Was kostet eine kleine Änderung nach dem Start?
  8. Kann ich vorher etwas sehen, bevor ich den Auftrag erteile?

Und was kostet es bei mir?

Einfache Websites ab 990 € Festpreis – als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer, also Endpreis. Darin: zwei Entwürfe zur Auswahl, eine Seite mit bis zu fünf Bereichen, zwei Korrekturrunden, Impressum, Datenschutz und die Veröffentlichung unter Ihrer Adresse. Frage 8 beantworte ich mit Ja: Sie sehen zwei fertige Entwürfe, bevor Sie sich entscheiden.

Geschrieben von Micha Becker, Softwareentwickler aus Erzhausen. Die Angaben dienen der Orientierung und sind keine Rechts- oder Steuerberatung.

Sie haben ein Angebot vorliegen und sind unsicher?

Schicken Sie mir kurz, worum es geht – ich sage Ihnen ehrlich, ob der Preis angemessen ist. Auch wenn Sie am Ende nicht bei mir bestellen.