Warum das Profil so viel bringt
Wer „Bäckerei in der Nähe“ oder „Maler Egelsbach“ sucht, sieht bei Google zuerst eine Karte mit drei Betrieben – noch vor allen Websites. In diese Karte kommt nur, wer ein Unternehmensprofil hat. Dort stehen Öffnungszeiten, Bewertungen, Fotos und ein Knopf zum Anrufen oder zur Route. Für viele Kunden ist das Profil der erste Kontakt mit Ihrem Betrieb.
Das Profil ist kostenlos. Es ersetzt keine Website, aber es führt Menschen zu ihr – und umgekehrt stärkt eine gute Website das Profil.
Schritt für Schritt
- Google-Konto: Am besten ein eigenes Konto für den Betrieb anlegen, nicht das private. So bleibt der Zugang im Betrieb, auch wenn jemand geht.
- Profil anlegen über google.com/business. Prüfen Sie vorher in Google Maps, ob es Ihren Betrieb schon gibt – dann beanspruchen Sie das vorhandene Profil, statt ein zweites anzulegen.
- Name: genau so, wie Ihr Betrieb auch am Schild, auf Rechnungen und auf der Website heißt. Keine Zusätze wie „Bester Friseur Darmstadt“.
- Kategorie: Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einstellung überhaupt, sie entscheidet, bei welchen Suchen Sie erscheinen. Weitere Kategorien können Sie ergänzen.
- Standort oder Einzugsgebiet: Kommen Kunden zu Ihnen, geben Sie die Adresse an. Fahren Sie zu den Kunden (Handwerk, Service), wählen Sie ein Einzugsgebiet – die Adresse brauchen Sie dann nur zur Bestätigung, sie wird nicht angezeigt.
- Kontakt und Website: Telefonnummer und Website-Adresse eintragen.
- Bestätigen: Google prüft, ob es den Betrieb wirklich gibt – je nach Fall zum Beispiel per Video, Anruf oder Postkarte. Erst danach ist das Profil öffentlich sichtbar.
- Vervollständigen: Öffnungszeiten (auch an Feiertagen), Fotos von Laden, Team und Arbeiten, Leistungen oder Produkte, eine Beschreibung mit bis zu 750 Zeichen.
Die Menüs bei Google ändern sich gelegentlich. Die Schritte bleiben aber dieselben.
Die häufigsten Fehler
- Suchbegriffe im Namen: „Müller Sanitär – Notdienst Bad Heizung Darmstadt“ verstößt gegen die Google-Richtlinien und kann zur Sperrung führen.
- Doppelte Profile: zwei Einträge für denselben Betrieb teilen sich die Bewertungen und verwirren Kunden. Doppelte Einträge lassen sich bei Google melden und zusammenführen.
- Unterschiedliche Angaben: Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf Profil, Website und in Verzeichnissen exakt gleich geschrieben sein. Google gleicht das ab.
- Veraltete Öffnungszeiten: Nichts ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „Geöffnet“ anzeigt.
- Gekaufte oder belohnte Bewertungen: Bewertungen gegen Rabatt oder Geschenk sind bei Google verboten und können auch wettbewerbsrechtlich Ärger bringen.
Pflege: zehn Minuten im Monat
- Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Urlaub eintragen.
- Ein neues Foto oder einen kurzen Beitrag veröffentlichen – ein aktives Profil wirkt vertrauenswürdig.
- Jede Bewertung beantworten, auch die kritischen: freundlich, kurz, ohne Rechtfertigungsroman.
- Fragen im Profil beantworten, bevor es andere tun.
So kommen Sie zu Bewertungen
Zufriedene Kunden bewerten selten von allein – aber gern, wenn man fragt. Im Profil finden Sie einen Link, über den Kunden direkt eine Bewertung schreiben können. Den können Sie per Nachricht verschicken oder als QR-Code an der Kasse aufstellen. Am besten fragen Sie direkt nach einem guten Gespräch oder einem abgeschlossenen Auftrag.
Profil und Website gehören zusammen
Das beste Profil nützt wenig, wenn der Klick auf „Website“ auf einer veralteten Seite landet. Ich baue Websites für Betriebe aus der Region – ab 990 € Festpreis, mit zwei Entwürfen zur Auswahl. Und bei Fragen zum Profil helfe ich gern.
Geschrieben von Micha Becker, Softwareentwickler aus Erzhausen. Die Angaben dienen der Orientierung und sind keine Rechts- oder Steuerberatung.